Stellungnahme des CDU- Ortsverbandes Spexard zum Thema Gewerbeflächen in Gütersloh

21.09.2011

Die Stadt Gütersloh hat als Planungsgrundlage für weitere Stadtentwicklung den Flächennutzungsplan 2020 im Jahr 2007 verabschiedet. Für die gewerbliche Entwicklung waren in Spexard drei Gebiete verortet worden, unter anderem der Bereich, der sich zwischen der Straße „Am Hüttenbrink“ und der Autobahn A2 erstreckt.
Der CDU- Ortsverband war sich seiner Verantwortung für die Gesamtstadt Gütersloh deutlich bewusst und hat der Ausweisung des Gebietes am Hüttenbrink damals zugestimmt. Bedingung war jedoch, dass ein Lärmschutz entlang der Autobahn bis zur Auffahrt an der Verler Straße errichtet wird. Außerdem sollte der anfallende Verkehr nicht über den Hüttenbrink abgeführt werden. Verwaltung legte so im FNP 2020 fest, den Verkehr über eine Brücke über die A2 auf den Berensweg abfließen zu lassen.

Wird nun ein Gewerbegebiet unter diesen Vorraussetzungen an der vorgesehenen Stelle entwickelt, ist dies aus Sicht des CDU- Ortsverbandes Spexard grundsätzlich zu begrüßen. So kann der lange ersehnte und längst überfällige Lärmschutz entlang der Autobahn verwirklicht werden.
Die Belastungen durch den zunehmenden Verkehr auf dem Hüttenbrink sind für die Anwohner ebenfalls kaum noch tragbar. Der Hüttenbrink kann nicht mehr Verkehr aufnehmen, sondern muss im Gegenteil deutlich entlastet werden. Das langfristige Ziel muss eine Sperrung für den Schwerlastverkehr auf dem Hüttenbrink sein. So stellt die Ableitung des Verkehrs aus einem neuen Gewerbegebiet über eine Brücke auf den Berensweg die einzig gangbare Lösung dar.
 
Eine Teilentwicklung von ca. 10 ha am Hüttenbrink, wie von der Verwaltung erwogen, ist zu kurz gedacht. So wird nicht wirklich eine Entspannung auf dem Gewerbeflächemarkt herbei geführt werden. Binnen kurzem wird die Stadt wieder nicht in der Lage sein, Flächen anzubieten und man muss erneut mit dem Abwandern von Bewerbern in die Nachbarkommunen rechnen. Darum gilt es jetzt langfristig zu denken.
Im letzten Jahr hat die „Plattform plus“ aus CDU, Bündnis 90 / Grüne und UWG ein kurz- und mittelfristiges Gewerbeflächenkonzept auf den Weg gebracht. Nun ist es dringend Zeit, dieses Konzept umzusetzen. Die Planungen im Bereich des interkommunalen Gewerbegebietes mit Halle und Werther sind bereits angelaufen. Nun gilt es, parallel zur Planung des ganzen Gebietes am Hüttenbrink auch endlich die mittelfristige Planung südlich der Marienfelder Straße anzugehen. Der Verfahrensweg bis zur Umsetzung ist dort ein deutlich längerer. Denn für die Ausweisung des Gebietes müssen sowohl der Flächennutzungsplan wie auch der Gebietsentwicklungsplan geändert werden. Somit ist es umso wichtiger, unverzüglich die Versäumnisse der Vergangenheit nachzuholen und dafür zu sorgen, dass Gütersloh der Wirtschaftsmotor in OWL bleibt.