„Das Ziel ist die Stärkung des Ehrenamtes in Gütersloh!“

26.10.2011

 „Das Ehrenamt in Gütersloh ist nicht gefährdet.“ Diesem Vorwurf der SPD-Fraktion widerspricht jetzt die große Mehrheit der Ratsfraktionen aus BfGT, CDU, Grünen, FDP und UWG. Diese hatten dafür gestimmt, das im Rathaus angesiedelte Ehrenamtsbüro zum Jahresende auslaufen zu lassen. Es soll jedoch nicht ersatzlos wegfallen, sondern durch eine von Bürgerinnen und Bürgern, freien Trägern und anderen privaten Dritten getragene Anlaufstelle ersetzt werden, die eine umfassende Beratung in Angelegenheiten des freiwilligen und bürgerschaftlichen Engagements bietet.

Zwar erkenne man die Arbeit des bisherigen Ehrenamtsbüros an. Der Bedeutung des Ehrenamtes für Gütersloh werde es aber nur teilweise gerecht. Zum Beispiel hätte zu einigen der großen Vereine, in denen schließlich ein Gros des ehrenamtlichen Engagements geleistet werde, kaum Kontakt bestanden. Auch die geringe Zahl von 53 Beratungen im Kalenderjahr 2010 sowie 20 durchgeführten Vermittlungen, von denen man nicht wisse, ob sie überhaupt nachhaltig gewesen seien, sei nicht überzeugend. Hier soll durch die neue Beratungsstelle nicht weniger, sondern mehr für das Ehrenamt getan werden.

Die Fraktionen haben deshalb im Sozialausschuss beantragt, dass Politik und Verwaltung ein entsprechendes Konzept gemeinsam mit allen Akteuren, die vor Ort lokales bürgerschaftliches Engagement wesentlich prägen  - also Schulen, Senioren, Senioren-Uni, Stiftungen, Sozialeinrichtungen, Wohlfahrtsverbände, der Stadtsportverband für die Sportvereine – erarbeiten sollen. Ziel ist es, die wesentlichen Akteure von Beginn an mit einzubinden.
Schon in der Vergangenheit haben viele Gespräche stattgefunden, die diesem Ziel gedient haben. Es ist bereits erreicht worden, dass sich die Sparkasse Gütersloh finanziell eingebracht hat, das Thema Koordination von Ehrenamt in den Fokus engagierter Bürgerinnen und Bürger gelangt ist und bis auf die SPD sich alle Parteien dieses Themas konstruktiv angenommen haben. Wenn diese Gespräche jetzt zielgerichtet weitergeführt und intensiviert werden, könne die neue Anlaufstelle zeitnah ihre Arbeit aufnehmen.