Sperrung der Haller Ortsdurchfahrt hat negative Folgen für Gütersloh

21.06.2012

CDU-Fraktion stellt Fragen an den Planungsausschuss
 
Die Stickstoffdioxidbelastung an der B68 in Halle ist nicht mehr tragbar und muss reduziert werden. Langfristig werden der Lückenschluss der A33 und die Fertigstellung einer Umgehungsstraße für Entlastung sorgen, kurzfristig muss eine andere Lösung gefunden werden.

Die Bezirksregierung hat sich für ein einseitiges Durchfahrverbot für Lkw in Richtung Bielefeld entschieden. Die Umleitung führt den Verkehr über Gütersloh – noch dazu über den Verkehrsknotenpunkt Brockhäger Straße / B61, der schon jetzt häufig überlastet ist. An keiner anderen Kreuzung in der Stadt werden täglich so viele Fahrzeuge – ca. 39.000 - gezählt. Vor diesem Hintergrund hat die CDU-Fraktion jetzt zahlreiche Fragen an die Verwaltung gerichtet, die in der Sitzung des Planungsausschusses am 21. Juni beantwortet werden sollen. Die Fraktion will unter anderem wissen, wann die Sperrung der Haller Ortsdurchfahrt wirksam wird, wie lange sie voraussichtlich dauern wird und ob gegen die Planungen Einspruch eingelegt werden kann. Auch interessiert die Politiker, ob die Bezirksregierung die Stadt Gütersloh vorab um eine Stellungnahme gebeten hat. Die Fraktion regt an die Sperrung vielleicht auf bestimmte Tageszeiten zu beschränken, sollte die Stickstoffdioxidbelastung nicht zu allen Zeiten gleich hoch sein. Insbesondere möchte die CDU eine Einschätzung der Verwaltung haben, wie viele der Lkw voraussichtlich Richtung Paderborn/Kassel fahren – also nicht auf der vorgesehen Umleitung bleiben werden, sondern über Friedrich-Ebert-Straße und Verler Straße auf die A2 fahren. Gerade diese beiden Straßen weisen bereits eine sehr hohe Belastung auf. In diesem Fall müsse eventuell über eine Sperrung der Friedrich-Ebert Straße für den Schwerlastverkehr nachgedacht werden, wenn diese Möglichkeit besteht.