CDU-Fraktionen wollen interkommunales Gewerbegebiet auf Flughafengelände

Gütersloh, Harsewinkel und Herzebrock-Clarholz

17.05.2013
Wollen gemeinsam die Zukunft des Flughafengeländes planen (v.l.): Silva Schröder, Raphael Tigges, Heinz Bünnigmann, Karl-Heinz Diederichs, Dieter Berheide, Jürgen Lohmann, Bernhard Petermann und Heiner Kollmeyer.
Wollen gemeinsam die Zukunft des Flughafengeländes planen (v.l.): Silva Schröder, Raphael Tigges, Heinz Bünnigmann, Karl-Heinz Diederichs, Dieter Berheide, Jürgen Lohmann, Bernhard Petermann und Heiner Kollmeyer.

In den Anrainerkommunen des Flughafens Gütersloh ist man sich bei der CDU einig: Auf dem Gelände, das nach dem Abzug der Briten seinen Status als Flugplatz verlieren wird, soll ein interkommunales Gewerbegebiet entstehen. Das haben die CDU-Fraktionsvorsitzenden Heiner Kollmeyer (Gütersloh), Heinz Bünnigmann (Harsewinkel) und Bernhard Petermann (Herzebrock-Clarholz) jetzt bei einem gemeinsamen Treffen betont. „Ziel unseres Gespräches ist, dass wir nicht gegenseitig über das Vorgehen unserer Nachbarn spekulieren, sondern dass wir im Gespräch sind und gemeinsam die Zukunft planen“, erklärte Kollmeyer. „Die Konversion des Flughafengeländes ist nicht alleine die Sache der Gütersloher Stadtverwaltung. Harsewinkel und Herzebrock-Clarholz haben als Anrainerkommunen hier ebenfalls das Recht an der Mitplanung.“

„Spätestens beim Rückerwerb der Flächen wird die Kooperation notwendig sein“, sagte Herzebrock-Clarholz' Bürgermeister Jürgen Lohmann, der ebenfalls an dem Gespräch teilgenommen hat. „Es ist nicht davon auszugehen, dass eine Kommune alleine den Erwerb stemmen will.“ Mit Blick auf die Erschließung des Geländes ergänzte Petermann: „Auch vom Verkehr, den ein Gewerbegebiet hervorruft, werden die umliegenden Kommunen betroffen sein, bis hin zu notwendigen Straßenbaumaßnahmen. Schon deswegen müssen sie in den Planungsprozess einbezogen werden.“
 
Heinz Bünnigmann, von Beruf Rechtsanwalt und Notar, sieht in der Umwandlung des Flughafengeländes in ein interkommunales Gewerbegebiet auch rechtlich die größten Chancen. Die Flächenzuteilungen müssten schließlich über die Bezirksre­gierung laufen. „Eine wichtige Rolle spielt auch die Rechtsform der Kooperation. Vorteile hätte wegen der vergleichsweise starken Rechtsstellung aller Beteiligten etwa eine GmbH“, erklärte der Harsewinkeler Fraktionsvorsitzende, der an eine ähnliche Vorgehensweise wie beim interregionalen Gewerbegebiet AUREA an der A2 denkt.
 
Fachliche Unterstützung für die Planung können sich die Vertreter der drei Kommu­nen durch den Kreis Gütersloh und die Stadtentwicklungsgesellschaft NRW.URBAN vorstellen. „Beim Kreis haben wir zum Beispiel durch die Wirtschaftsförderungs­gesellschaft Fachkompetenz, die nicht unge­nutzt bleiben sollte“, erklärte Kollmeyer abschließend.