Stellungnahme der CDU-Fraktion zur Belegung einer vierten Gütersloher Sporthalle für die Flüchtlingsunterbringung

Vor dem Hintergrund der Inanspruchnahme der „vierten“  Sporthalle für die Flüchtlingsunterbringung in Gütersloh ab Anfang Januar 2016, stellt sich für die CDU-Fraktion im Rat der Stadt Gütersloh jetzt die Frage, wie angesichts der Tatsache, dass kurzfristig keine nennenswerten Wohnraumkapazitäten am Gütersloher Wohnungsmarkt angemietet werden können, und die Errichtung von neuen Flüchtlingsunterbringungsmöglichkeiten auf Basis der Ratsbeschlüsse vom letzten Freitag einige Monate in Anspruch nehmen wird, eine Inanspruchnahme von weiteren Sporthallen verhindert werden kann? Die CDU Gütersloh fordert deshalb vom Land NRW eine landesweit gerechtere und auf die örtlichen Verhältnisse rücksichtnehmende Zuweisung von Flüchtlingen (die hier zuständige Behörde im Auftrage des Landes NRW ist die Bezirksregierung Arnsberg).

Wenn wir als Stadt Gütersloh kurzfristig nur noch Sporthallen zur Verfügung stellen können, dann muss das Land dieser Situation Rechnung tragen und für die kommenden Monate, die zur Errichtung neuer Unterkünfte für Flüchtlinge benötigt werden, die Zuweisungen maßgeblich senken oder sogar ganz aussetzen. Wenn wir verhindern wollen, dass das System kollabiert, so heißt es bei der CDU weiter, brauchen wir ein schnelles und wirksames Umsteuern bei der Flüchtlingspolitik auf Landes- und Bundesebene. Hierzu brauchen wir zuvorderst eine gerechtere Verteilung im Land NRW. Kurzfristig fordert die CDU-Fraktion die zuständigen NRW-Landesbehörden dazu auf, Flüchtlingszuweisungen nur noch nach vorhergehender Abstimmung mit der Stadt auszusprechen. Das Land muss jetzt endlich Rücksicht auf die örtlichen Verhältnisse nehmen, heißt es in der CDU-Verlautbarung.

Für die CDU-Fraktion im Rat der Stadt Gütersloh ist es auch aus sportpolitischen Gründen wichtig, dass sich im Zuge einer längerfristigen Belegung der Sporthallen in Gütersloh keine dauerhaften Nachteile für den Sportbetrieb einstellen dürfen. Die Belegung einer „vierten“ und die bei anhaltenden Zuweisungen erforderlichen Belegung weiterer Sporthallen in der Stadt Gütersloh, so wird von betroffener Vereinsseite an die Politik gespiegelt, geht jetzt aber „in seiner Gesamtwirkung“ massiv an die „Substanz der Vereine“. Es gehen mit dieser vierten Belegung geschätzte 500 Übungsstunden in den betroffenen Sporthallen in der Woche für den Hallensport der Sportvereine verloren. Für die CDU-Fraktion im Rat der Stadt Gütersloh ist es wichtig, dass der Schul- und Vereinssport nicht noch weiter zum Erliegen kommt. Denn gerade der Sport übernimmt doch eine äußerst wichtige Integrationsaufgabe für Bund, Land und Kommune. Der Sport und die vielen Ehrenamtlichen im Sport werden jetzt mehr denn je gebraucht!

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