GL:„Ausgezeichneter Ort“ feiert am 1. Mai mit Minister Laumann - „Land der Ideen“: Kiebitzhof steht für Integration (24.04.07)

Von MARTIN NEITEMEIER Kreis Gütersloh (gl). „Wir sind mächtig stolz.“ Mit großer Freude hat die Werkstatt für behinderte Menschen (WfbM) im Kreis Gütersloh die Auszeichnung ihres Kiebitzhofs als „Ausgewählter Ort 2007“ im „Land der Ideen“ aufgenommen. Gewürdigt werden die vielfältigen Integrationsbemühungen dieses Treffpunkts für behinderte und nicht behinderte Menschen an der Rhedaer Straße in Gütersloh.
Werner Oesterschlink, Marktgebietsleiter Firmenkunden der Deutschen Bank Ostwestfalen- Lippe, überreichte WfbM-Geschäftsführer Hermann Korfmacher und der Aufsichtsratsvorsitzenden Erika Düfelsiek gestern Vormittag im Café „Hü und Hot“ an der Reithalle schon einmal die Ehrentafel und die von Bundespräsident Horst Köhler unterschriebene Urkunde. Ganz offiziell wird der Kiebitzhof erst am Dienstag, 1. Mai, im Rahmen des traditionellen Familien-, Wander- und Radfahrerfests zum „Ausgewählten Ort 2007“. Prominentester Gast einer kleinen Feierstunde (Beginn 11 Uhr) ist der NRW-Arbeits- und Sozialminister Karl-Josef Laumann. Auch Landrat Sven-Georg Adenauer und Güterslohs Bürgermeisterin Maria Unger werden ebenso erwartet wie einige 1000 Besucher im Lauf des Tages.

Weil der Kiebitzhof mehr als ein normaler Bauernhof ist, hat er bei der zweiten Auflage des Wettbewerbs der Standortinitiative „Deutschland – Land der Ideen“ und der Deutschen Bank in diesem Jahr als einer von 365 Orten den Zuschlag erhalten. 1500 hatten sich insgesamt beworben.

Werner Oesterschlink hatte die Einrichtung der WfbM, „deren Entwicklung und Arbeit ich als Rietberger seit Jahren hautnah verfolgt habe“, als ideenreich und auszeichnungswürdig für den Wettbewerb ins Gespräch gebracht. Das Wohnheim sowie die vielfältigen Arbeitsmöglichkeiten im Rahmen biologischer Landwirtschaft und Lebensmittelherstellung einerseits, aber auch die Öffnung des Hofs mit Freizeitcafé, grünem Klassenzimmer, Streichelzoo, Sinnespark und Kunstprojekten stünden für ein gelungenes Miteinander von Menschen mit und ohne Handicap. Oesterschlink: „Hier wird Integration gelebt.“

„Unsere Idee ist angekommen. Der Kiebitzhof hat in der Stadt und im Kreis seinen Platz. Er ist für die Werkstatt zu einem Markenzeichen geworden“, sagte Korfmacher. Dass das Projekt „nun zu einer bundesweiten Hausnummer wird, macht was mit den hier lebenden und arbeitenden Menschen“. Das Wirgefühl werde gestärkt, freut sich auch Düfelsiek über den ideellen Wert der nicht mit einem Preisgeld verbundenen Auszeichnung – und dankt „unserem ganz tollen Team und vor allem unserem Visionär Hermann Korfmacher“-