GL: Neuer Kompromissvorschlag - Bürgerbank in einem Stück, aber an anderer Stelle (17.05.07)

Gütersloh (din). Der Gedanke einer Teilung der Bürgerbank auf dem Alten Kirchplatz ist vom Tisch. Die Interessengemeinschaft (IG) Historischer Stadtkern hat diese als Kompromiss gedachte Variante abgelehnt. Die Stadt Stiftung verfolgt jetzt einen neuen Vorschlag, den der Architekt und Vorsitzende des Kunstvereins, Friedrich-Wilhelm Schröder, ins Spiel gebracht hat. Danach könnte die Skulptur zwar in einem Stück am Alten Kirchplatz, aber an anderer Stelle als bisher vorgesehen aufgestellt werden.
„Die IG sieht in keiner der beiden von der Stadt Stiftung vorgeschlagenen Varianten eine passende und überzeugende Lösung und bleibt der Auffassung, dass die Bank auf der Wiese in jeder Form einer guten Entwicklung auf dem Alten Kirchplatz entgegensteht“, heißt es in einer Stellungnahme, die der Stiftung seit vorigem Freitag vorliegt. In der Haltung sehe man sich bestärkt „durch weite Teile der Gütersloher Bürgerschaft“. Die Bank würde an diesen Standort eher trennend als verbindend zwischen der Stiftung und den Bürgern wirken, vermuten die Sprecher Hans Mertens und Uwe Becker. Man habe sich um einen konstruktiven und fairen Dialog bemüht, die Verantwortung für eine misslungene Kompromisslösung wolle die IG nicht tragen.

Stiftungs-Geschäftsführer Michael Jacobi sagte der „Glocke“, er arbeite an einer neuen Lösung, die alle Seiten zufrieden stellen könne. „Es muss jetzt schnell etwas passieren“, so Jacobi. Nach der Absage der IG gehe die Stiftung von einer ungeteilten Bank aus, und Standort werde auf jeden Fall der Kirchplatz sein. Zur genauen Lage wollte er sich nicht äußern. Es dürfte aber nicht der bisher bezeichnete Platz auf der Wiese sein. Jacobi: „Die Struktur des Kirchplatzes bleibt erhalten.“

Schröder bestätigte der „Glocke“: „Ich habe einen Kompromissvorschlag gemacht, der in der Stiftung diskutiert wird“. Diese Lösung halte er für verträglich, sagte der Vorsitzende des Kunstvereins. Darüber hinaus wollte er sich am Mittwoch nicht äußern. Die Zustimmung der Evangelischen Kirchengemeinde als Eigentümerin der Fläche hat die Stiftung für den bisher genannten Standort. Es seien noch Gespräche zu führen, sagte Jacobi.

Kirchmeisterin und Presbyterin Ute Luther sagte der „Glocke“ am Mittwoch, die Bürgerbank solle nun wohl auf der Wiese um 90 Grad gedreht entlang der Kirchstraße ihren Platz finden. „Wir sind auch mit dieser Lösung einverstanden“, erklärte sie nach Rücksprache mit dem Vorsitzenden Pfarrer Andreas Schulze. Allerdings befasse sich das Presbyterium am Donnerstag nächster Woche noch mit dem Thema. „Wir mischen uns nicht bis in die letzte Position ein.“