Gütersloh (ram). Abgestimmt werden musste der Zuschuss in Höhe von 45.000 Euro für den Verein Michaeliswoche nicht, da das Geld im Haushalt bereits eingestellt worden war. Allerdings zeigte die Debatte gestern Abend im Hauptausschuss, unumstritten ist die Mittelvergabe nicht, nachdem der Verein in der vergangenen Woche bekannt gab, die Gütersloher Wirtschaftsausstellung wegen des unkalkulierbaren finanziellen Risikos abzusagen (die NW berichtete).
Vor allem BfGT und Grüne kritisierten, dass mit dem Zuschuss jetzt lediglich noch kommerzielle Veranstaltungen bezuschusst würden. Wie berichtet plant Gastronom Andreas Kerkhoff in dem Zelt, in dem sonst auch die GüWA veranstaltet wurde, erneut ein „Oktoberfest“ und eine große „Varieté-Show“. Norbert Morkes (BfGT): „Das sind kommerzielle Veranstaltungen, da trägt allein der Veranstalter das Risiko.“
SPD und CDU hingegen sprachen sich für die Bezuschussung aus. „Es geht darum, die Michaeliswoche für 2007 abzusichern, die über die Grenzen der Stadt hinaus eine große Anziehungskraft hat und Werbung für die Stadt ist“, sagte Ingrid Tiedtke-Strandt. Für die CDU sprach sich Ralph Brinkhaus dafür aus, die Mittel freizugeben, „wenn auch mit geballter Faust in der Tasche“. Für die Zukunft forderten alle Parteien unisono ein neues Konzept für die Michaeliswoche ein.