Gütersloh (raho). Den geplanten Neubau der Hochspannungsleitung zwischen Blankenhagen und Friedrichsdorf haben einige Avenwedder abermals zum Anlass genommen, sich für ein neuen Trassenverlauf einzusetzen. Der Stadt liegt dazu eine Liste mit 35 Unterschriften von Anwohnern des Weidenweges, der Röhrheide und der Nordhorner Straße vor.
Die Anlieger, deren Grundstücke von den Stromleitungen überspannt werden, machen sich für eine Verlegung der Masten in südliche Richtung ein, zum Avenwedder See hin. Vor anderthalb Jahren, als das Planfeststellungsverfahren für das Neubauvorhaben der RWE begann, hatte es schon einmal eine solche Initiative gegeben.
Die Stadtverwaltung sprach sich damals gegen eine neue Trasse aus. Sie begründete das mit dem Schutz von Wasservögeln und dem Erhalt des Landschaftsbildes.
„An dieser Haltung hat sich nichts geändert“, sagt Planungsamtschef Michael Zirbel. Nachdem bei der Stadt jetzt aber eine Unterschriftenliste eingereicht wurde, befasse sich die Verwaltung noch einmal mit dem Thema.
Nach den Worten von Zirbel käme es sehr wahrscheinlich zu Protesten in anderen Straßen, sollten die Leitungen verlegt werden. „Wer zum Beispiel am Goldregenweg wohnt, wird nicht erfreut sein, wenn der Blick in die freie Natur plötzlich durch Strommasten verstellt ist.“ Ungeachtet dessen wäre eine neue Trasse mit erheblichen Mehrkosten verbunden.
Die RWE-Tochter Transportnetz Strom GmbH hat in Gütersloh 2005 damit begonnen, ihr Jahrzehnte altes Netz durch neue 110-/380-Kilovolt-Leitungen auszutauschen. In Pavenstädt und Blankenhagen wurden 35 neue Strommasten errichtet. Das Investitionsvolumen betrug sieben Millionen Euro.
Wann der nächste Bauabschnitt startet, ist noch unklar.