Gütersloh (NW). Die Bezirksregierung Detmold hat der Stadt Gütersloh bei der Errichtung eines dritten Gymnasiums „jegliche Unterstützung und Beratung“ zugesichert. Das berichtet die FDP, die das Thema vergangene Woche unter anderem mit der RegierungspräsidentinMarianne Thomann-Stahl (FDP) diskutiert hat. An dem Gespräch nahmen außerdem der Leiter der Schulabteilung Michael Uhlich, die Verwaltungsjuristin Maria Kisting-Dierker sowie der schulfachliche Dezernent Dr. Egon Gindele teil.
„Auch auf der Seite der Bezirksregierung wurde die Notwendigkeit einer Ausweitung des gymnasialen Angebotes in Gütersloh gesehen“, sagt FDP-Ratsherr Dr. Wolfgang Büscher. Die Detmolder hätten sich gegen ein länger andauerndes Provisorium ausgesprochen und den Güterslohern empfohlen, „die Stadtentwicklung mit der Schulentwicklung“ zu verbinden. Mit einer finanziellen Förderung kann die Stadt allerdings nicht rechnen. Denn alle Schulbaumaßnahmen werden seit 2003 über jährliche Schulpauschalen vom Land abgegolten.
Die Mindestgröße für die Genehmigung von Gymnasien liege bei einer Dreizügigkeit, die das ESG mit derzeit fünf und das Städtische Gymnasium mit sieben (mehr als 1.600 Schüler) mehr als erfülle, so Büscher.
Zu erwarten seien in Gütersloh ansteigende Schülerzahlen, so dass kurzfristig mit mehr als zwölf gymnasialen Zügen gerechnet werden müsse.
Momentan liegt Gütersloh mit einer Übergangsquote von 32 Prozent von den Grundschulen zum Gymnasium noch 6% unter dem NRW-Durchschnitt.
„Die Gütersloher FDP sieht eine dringende Notwendigkeit zur Neuerrichtung eines weiteren Gymnasiums, auch um soziale Ungleichheiten zu beseitigen, die durch fehlende gymnasiale Schulplätze entstehen.“
Mögliche Standorte seien das Pfleiderer-Gelände an der Holzstraße sowie das Gebäude der Volkshochschule (ehemalige Realschule). Träger einer solchen neuen Schule müsse nicht unbedingt die Stadt Gütersloh, es könne durchaus auch eine private Stiftung sein.