GL: Ärztehaus - Grundstein für langwieriges Projekt ist gelegt (08.09.07)

Gütersloh (rebo). „Was lange währt, wird endlich gut“ – so ähnlich hat bei der Grundsteinlegung des Ärztehauses der Tenor aller Beteiligten geklungen. „Ich freue mich, dass wir endlich mit dem Bau anfangen“, sagte die stellvertretende Bürgermeisterin Monika Paskarbies (CDU) gestern auf der Baustelle hinter dem Städtischen Klinikum. Bauherr Heinrich Krähenhorst betonte, er habe seit dem Zuschlag an die Realisierung geglaubt. „Aber kurz vor Baubeginn habe ich doch noch überlegt, die ganze Grube wieder zuzuschütten.“
Gestern war die schlechte Stimmung wie weggeblasen. Die Bauarbeiter kommen voran, Ende November 2008 soll das Gebäude mit einer Nutzfläche von rund 2200 Quadratmetern fertig sein – und Interessenten, die die Praxen mit Leben füllen wollen, gibt es auch schon. Das versicherten sowohl Heinrich Krähenhorst als auch Ingo Engelmeyer, GeschaÅNftsführer des Städtischen Klinikums. „Apotheker Peter Isenbort ist auf jeden Fall mit dabei“, sagte Krähenhorst. Ein Neurologe, der noch nicht genannt werden will, hat ebenfalls zugesagt, eine der acht Praxen zu mieten. „Für zwei Einheiten gibt es noch keine konkreten Interessenten“, fügte Engelmeyer hinzu. Drei Millionen Euro kostet das neue Ärztehaus mit drei Geschossen und einer Tiefgarage mit 52 Stellplätzen.

„Vor fünf Jahren gab es die Idee, ein Ärztehaus zu bauen und zu betreiben“, sagte Monika Paskarbies. Die Pläne seien immer wieder geändert worden. So sei das Gebäude zum Beispiel näher an die Klinik herangerückt, um eine bessere Verbindung herzustellen. Als erstes sichtbares Zeichen sei 2005 das Schwesternwohnheim abgerissen worden. Im Februar musste auch das alte Wäschehaus weichen.

Wenn das Haus fertig sei, könnten beide Institutionen voneinander profitieren, betonte die stellvertretende Bürgermeisterin. Die neurologische Praxis sei zum Beispiel optimal für eine so genannte Stroke Unit, eine Spezialstation für Schlaganfallpatienten. Heinrich Krähenhorst nannte einige Zahlen. „Die Arbeiter verbauen 2500 Kubikmeter Beton und 500 Tonnen Eisen. Das würde für 100 Einfamilienhäuser reichen.“ Anschließend lud er zur Eröffnung im kommenden Jahr ein. Auch aus dem Bettenhaus Süd gibt es Positives zu berichten. Die Mängel am neuen Fußboden würden von der zuständigen Firma behoben. Bis Ende Oktober soll alles fertig. „Dann können auch die ersten Patienten dort untergebracht werden“, sagte Engelmeyer.