Ausführliche Untersuchung zur Lage der Familien - 2000 Fragebögen sollen Grundlage für "Familienplanung" schaffen (10.09.07)

Unter obiger Überschrift teilt die Pressestelle der stadt mit:
Gütersloh (gpr). Eltern und Kinder stehen im Focus einer groß angelegten Umfrage zur „Lage der Familien in Gütersloh“, für die ab 14. September rund 2000Haushalte mit mindestens einem Kind unter 18 Jahren, ausgewählt nach dem Zufallsprinzip, Rede und Antwort stehen sollen. Die Daten der Untersuchung, die die Stadt Gütersloh zusammen mit der „Faktor Familie GmbH“ als erste Kommune in Ostwestfalen durchführt, sind Basis für Entscheidungen zur gezielten Familien- und Jugendförderung in den kommenden Jahren – „Familienplanung“ im wahrsten Sinn des Wortes also.
„Frühwarnsystem“ und „Risikoanalyse“ sind dabei wesentliche Stichworte, die Bürgermeisterin Maria Unger jetzt bei der Vorstellung der Befragung in den Mittelpunkt stellte: „Von den Ergebnissen, die Teil eines umfassenden und regelmäßig fortzuschreibenden Familienberichts sein werden, wir uns aussagekräftige Entscheidungshilfen , um noch früher, direkter und gezielter als bisher Notwendigkeiten zu erkennen und Problemlagen vorzubeugen – nicht zuletzt durch frühzeitige politische Weichenstellungen.“ Die familienfreundliche Stadt Gütersloh definiere sich einerseits über die Lebensbedingungen, die Eltern und Kinder hier vorfinden, vor allem aber auch in der Hilfe und Begleitung, auf die Familien im Alltag zählen könnten. Unger: „In diesem Sinne ist die Befragung ein weiterer wichtiger Baustein in unserem erfolgreichen ‚Bündnis für Erziehung’.“

Politik und Verwaltung ziehen dabei an einem Strang. Das Projekt „Familienbericht“, dessen wesentlicher Teil die Umfrage ist, wurde vom Jugendhilfeausschuss, vom Ausschuss für Schule und Bildung und vom Ausschuss für Wirtschaft, Arbeit und Soziales gemeinsam auf den Weg gebracht. Insgesamt wurden 60 000 Euro dafür zur Verfügung gestellt.

Die Durchführung der Umfrage übernehmen die Stadt und die „Faktor Familie GmbH“, die aus einem Projekt der Ruhr-Universität Bochum hervorgegangen ist, gemeinsam. 70 Fragen sollen die ausgewählten Probanden bis zum Jahresende beantworten . Dabei werden sie allerdings nicht allein gelassen: eine Hotline ins Rathaus und Kontakt zu Beratungsstelle für ausländische Mitbürger und Mitbürgerinnen, helfen zu sichern, dass alle Bevölkerungsschichten in der Umfrage zu Wort kommen. Die in Gütersloh gewonnenen Daten – Anonymität ist garantiert - werden zudem in Beziehung gesetzt zu überregionalen statistischen und anderen Ergebnissen. Im Herbst 2008 soll der Familienbericht vorliegen, der im Rahmen einer breit angelegten öffentlichen Diskussion erörtert werden soll.
Faktor Familie GmbH in Bochum unter 0234/ 32 27848 und Herr Reinhard Tarara bei der Stadt Gütersloh unter 05241 / 82-2339.