NW: Brinkhaus auf allen Posten - Bundestagskandidat will auch die Kreis-CDU führen (14.01.09)

Unter obiger Überschrift berichtet die "Neue Westfälische": Gütersloh (ram). Ralph Brinkhaus ist längst der neue starke Mann der CDU – sowohl in Gütersloh als auch im Kreis. Jetzt baut der 40-jährige Steuerberater, der sich im Oktober vergangenen Jahres mit der deutlichen Mehrheit von 120 von 195 Stimmen gegen gleich drei Mitbewerber durchsetzte und zum neuen Bundestagskandidaten seiner Partei nominiert wurde, seine Macht aus und kandidiert auch für den Vorsitz der Kreis-CDU.
Ludger Kaup, amtierender Vorsitzender der Kreis-CDU, bestätigte der NW gestern auf Nachfrage. „Ralph Brinkhaus hat gegenüber dem Kreisvorstand am Montag seine Bereitschaft erklärt, den Vorsitz zu übernehmen.“ Brinkhaus werde sich am 30. März auf einem Kreisparteitag zur Wahl stellen. Gegenüber dem Vorstand habe Brinkhaus erklärt: „Ich mache es, wenn die Partei es wünscht.“ Kaup begrüßte gestern Brinkhaus’ Entscheidung. „Das ist für mich wunschgemäß“, sagte er. Und auch den Zeitpunkt nannte Kaup richtig. „Dann kann die Partei mit einem neuen Mann an der Spitze in den Kommunalwahlkampf gehen.“ Neben Brinkhaus wird der gesamte Vorstand neu gewählt werden. Die Neuwahlen stehen zwar turnusmäßig auf der Tagesordnung, aber die Neuwahl des Vorsitzenden wird vor allem deshalb notwendig, weil Kaup auf dem Nominierungsparteitag für die Bundestagswahl einen geordneten Rückzug angekündigt hatte für den Fall, dass er nicht zum Bundestagskandidaten gewählt werde. Eben das war passiert. Kaup enthielt lediglich 33 Stimmen der Delegierten und musste sich Herausforderer Brinkhaus bereits im ersten Wahlgang geschlagen geben. Ob Brinkhaus, der auch für den Rat Gütersloh kandidiert und aller Wahrscheinlichkeit nach weiter die Gütersloher Ratsfraktion der CDU führen wird, der einzige Kandidat für den Kreisvorsitz sein wird, ist noch offen. Kaup: „Bisher ist er der einzige, der zur Wahl steht.“ Beschließen wird die Kreis-CDU auf dem Parteitag auch eine Satzungsänderung. Kaup: „In Zukunft wird die Basis per Urwahl die Kandidaten wählen.“ Dies habe eine Arbeitsgruppe vorgeschlagen, um die innerparteiliche Demokratie weiter auszubauen. Für die jetzige Wahl gelte das aber noch nicht, da die Satzung dazu erst geändert werden müsse, wie Kaup betonte.