15. Neujahrsempfang der CDU Kirchspiel Isselhorst „mit Mut und Zuversicht wollen wir weitergehen“ mit diesen Worten begrüßte Harald Heitmann, Vors. der CDU Isselhorst, die Vereinsvorstände, Ehrengäste und Mandatsträger auf der gut gefüllten Deele des Cafes Unnern Aiken zum 15. Neujahrsempfang.
„Es gibt nichts Gutes außer man tut es“ dieses Zitat von Erich Kästner war das Leitmotiv der Isselhorster CDU für 2015. Damit wollte die Isselhorster CDU zum Ausdruck bringen, dass Politiker nicht nur Reden halten können, Anträge formulieren und darüber debattieren, sondern, dass Politiker auch selbst Themen in die Hand nehmen und umsetzen können. Folgende Schwerpunkte sind im letzten Jahr insbesondere vom Vorstand bearbeitet worden: - Umsetzung von Ideen aus dem 2014 stattgefundenen Ideenwettbewerb. Im April konnte der erste öffentliche Bücherschrank im Stadtgebiet auf dem Isselhorster Dorfplatz eröffnet werden. Der Schrank wurde vom Vorstand erworben und wird seither rege von den Bürgerinnen und Bürgern genutzt, die Betreuung haben Bernhild Köster und Ulrike Rosenthal übernommen. Unter Federführung von Maik Karmann wurden im Ortsgebiet 4 öffentliche Papierkörbe aufgestellt, die zu mehr Ordnung und Sauberkeit im Dorf beitragen und von Paten betreut werden, d.h. regelmäßig geleert werden. Gerne dürfen sich für weitere Papierkörbe noch Bürger melden. Ebenfalls konnte durch Vorstandsmitglieder Ende letzten Jahres der Grünstreifen entlang der Haller Str. im Abschnitt von der Niehorster Str. bis zur Steinhagener Str. mit Blumenzwiebeln bepflanzt werden. Mit der Erweiterung der Tempo 30-Zone auf der Haller Str. und der Schaffung zusätzlichen Parkraums am Sportplatz an der Lutter wurden 2 weitere Ideen aus dem Wettbewerb umgesetzt. - das größte Projekt, das sich die Isselhorster CDU vorgenommen hat, ist der Bau des Bürgerradweges in Niehorst. Unter Federführung von Hermann Birkenhake wurden die ersten Arbeiten im August letzten Jahres begonnen. Mittlerweile sind von der Stadt Gütersloh die Tiefbauarbeiten vergeben worden, so dass mit Beginn des Frühjahres die Arbeiten fortgeführt werden können. Ziel ist es, den Radweg zur Fahrradsaison 2016, spätestens Ende Mai, für den Radverkehr freizugeben. Hierfür braucht es nicht nur der tatkräftigen Unterstützung von vielen Freiwilligen, sondern auch der finanziellen Unterstützung. 4000,-€ sind bisher an Sponsorengelder eingesammelt worden, allerdings fehlen uns noch weitere 20,- T€, gab Heitmann bekannt und warb für weitere Beteiligung. Gleichzeitig bedankte er sich für die Unterstützung durch die Fahrradfreunde Lintel und Umgebung. - Als weiteres Highlight von 2015 ist die Realisierung des Baugebietes Krullsbachaue anzusehen. Die Schaffung der Grünflächen mit neuen „Pättken“, sowie ein neuer Kinderspielplatz lassen schon jetzt erkennen, dass es sich um das derzeit schönste Neubaugebiet von Gütersloh handelt. Die CDU Isselhorst hat mit ihrem Dorfentwicklungsplan von 2004 dafür den Grundstein gelegt und zusammen mit der Geno, gegen den Widerstand anderer Parteien, für die Umsetzung gekämpft. Es erfüllt uns mit Stolz und Dankbarkeit, dass wir heute soweit sind, in einer Zeit wo Wohnraum Mangelware geworden ist, so Heitmann. „Gutes fortsetzen und sichern – Neues wagen“ das hat sich die Isselhorster CDU als Leitmotiv für 2016 vorgenommen. Schwerpunkte sind: - die Fertigstellung des Radweges Münsterlandstraße, - Sanierung der Haller Str. im Dorfkern, - Wohnraum für Flüchtlinge im Kirchspiel (auch in Isselhorst) schaffen, - Konzept für Verbesserung der Verkehrssituation und des Parkraums im Dorfzentrum, - „Unser Dorf soll schöner werden“ weitere Maßnahmen planen und umsetzen. Die Themen werden in einem Workshop der Isselhorster CDU, Anfang Februar, konkret ausgearbeitet. Wie in jedem Jahr, so wurde auch in diesem Jahr eine Persönlichkeit für seine Verdienste geehrt. Die Wahl fiel in diesem Jahr auf Wilfried Hanneforth, Ehrenvorsitzender des Isselhorster Heimatvereins, den er 12 Jahre geleitet und maßgeblich geprägt hat. In seiner Amtszeit wurde das Heimatmuseum in Holtkamp errichtet, wurde dem Esel, als Symbol und Namensgeber von Isselhorst ein Denkmal an der Kirche errichtet, wurde das Archiv des Heimatvereins aufgebaut. Er hat als Presbyter über viele Jahre Dienst in der evangelischen Kirchengemeinde getan, er ist als Autor unzähliger plattdeutscher Geschichten und Berichte in jeder Ausgabe des Isselhorsters vertreten und trägt so zum Erhalt der plattdeutschen Sprache bei, er ist seit vielen Jahren Organisator der Gemäldeausstellungen im Cafe Unnern Aiken. Heitmann gratulierte und dankte Wilfried Hanneforth für diese herausragende Lebensleistung und freut sich auf weitere Aktivitäten. Natürlich nahm das Thema Flüchtlinge einen breiten Raum ein. Insbesondere die Ehrengäste und Gastredner haben sich dieser Problematik angenommen. Ursula Doppmeier appellierte an die Landesregierung, die Verteilung der Flüchtlinge innerhalb NRW gerechter vorzunehmen. OWL hat bislang einen Großteil aufgenommen, während einige Ruhrgebietsstädte verschont wurden. Auch griff sie die Ereignisse der Kölner Silvesternacht auf. Die widerwärtigen Übergriffe und Attacken am Kölner Hauptbahnhof sind empörend und völlig inakzeptabel. Derartigen Entwicklungen muss mit aller Härte des Rechtsstaats begegnet werden. Es muss alles daran gesetzt werden, die Schuldigen so schnell wie möglich zu ermitteln und ohne Ansehen ihrer Herkunft oder ihres Hintergrundes zu bestrafen. Henning Schulz bat in seinem Grußwort um Verständnis bei den Sport- u. Turnvereinen für die vorübergehende Inanspruchnahme von Turnhallen. Gütersloh wird alles tun, um eine menschenwürdige Unterbringung sicher zu stellen, kurzfristig muß auf öffentliche Gebäude zurückgegriffen werden, die Stadt wird selbst Wohnunterkünfte bauen, hofft aber auch auf Investoren, die in neue Wohnungen investieren. Ralf Brinkhaus sieht neben der Unterbringung und Versorgung der Flüchtlinge und Asylsuchenden, die große Herausforderung in der Integration der Menschen die hier bleiben wollen. Allerdings muß für jedermann klar sein, dass die Zahl und das Tempo des Zustroms so nicht weitergehen können. Der Zustrom der Flüchtlinge muß kurzfristig drastisch reduziert werden. Wir alle merken, dass wir an unsere Grenzen stoßen. Er verwies auf die bereits angelaufenen Maßnahmen, jedoch würde er sich eine gemeinsame europäische Lösung wünschen. Trotz dieser besonderen Probleme hat Deutschland ein gutes Jahr 2015 hinter sich, was Anlaß gibt, mit Zuversicht ins neue Jahr 2016 zu blicken. Abschließend dankte Heitmann den Vereinen für die geleistete Arbeit, wünschte für 2016 viel Erfolg, viel Spaß und eine gute Entwicklung in den Vereinen.