Kreis Gütersloh (mn). Die Zahl der Arbeitslosen im Kreis Gütersloh ist im Januar um 483 (plus 4 Prozent) auf 12 413 gestiegen. Die Quote beträgt nun 6,7 Prozent nach 6,5 Prozent am Jahresende 2006.
„Saisontypisch“ sei dieser Zuwachs, sagt der Leiter der Bielefelder Agentur für Arbeit, Dr. Peter Glück. Der demnächst scheidende Chef ist überzeugt, dass der Entspannungskurs und der Aufschwung am Arbeitsmarkt weitergehen. Wie sehr die Wirtschaft im Kreis Gütersloh 2006 an Fahrt zugelegt hat, zeigt der Jahresvergleich: Ende Januar vorigen Jahres hatten 16 779 Menschen kreisweit keinen Job, bei einer Arbeitslosenquote von 9,2 Prozent.
Und wie so oft, ist auch im ersten Monat des neuen Jahres die Arbeitslosigkeit im Kreis Gütersloh weniger stark gestiegen als in der Stadt Bielefeld. Das Oberzentrum meldet einen Zuwachs um 4,9 Prozent auf 20 307 Arbeitslose. Die Quote zog um 0,6 Prozentpunkte auf 12,4 Prozent an. Für den gesamten Bielefelder Agenturbezirk stehen somit 32 720 Menschen ohne Job zu Buche, bei einer Quote von 9,4 Prozent. Ende Dezember 2006 waren es glatte 9 Prozent gewesen, Ende Januar 2006 noch 11,5 Prozent.
Den im Vergleich zu den Vorjahren moderaten Januar-Zuwachs führt Dr. Glück zum Teil auch auf die „Optimierung der Beratungs- und Vermittlungsprozesse“ in seinem Haus zurück. „Arbeitslose werden mit Blick auf konkrete Beschäftigungen intensiver beraten und zielgerichtet auf den Bedarf der Unternehmen qualifiziert.“
Mit der Quote von 9,4 Prozent stehen die Stadt Bielefeld und der Kreis Gütersloh in Ostwestfalen- Lippe hinter Herford (8,2 Prozent) am günstigsten da. Paderborn meldet 9,5, Detmold 9,6 Prozent. Bielefeld/Gütersloh hatte mit 4,6 Prozent den zweitniedrigsten Zuwachs – hinter Detmold mit 3,9 Prozent