Gütersloh (rebo). Nachdrücklich haben die Mitglieder des Vereins „Initiative Soziokultur“ gestern noch einmal darauf hingewiesen, wie wichtig ihnen der Erhalt der Weberei als soziokulturelles Zentrum für Gütersloh ist. Jörg Weltzer, Sandra Beilmann und Georgios Mantikos vom Vorstand des Vereins überreichten Bürgermeisterin Maria Unger und Kulturdezernent Andreas Kimpel eine Liste mit 3955 Unterschriften. Die hatte der Verein in den vergangenen zweieinhalb Wochen unter anderem in Schulen, Vereinen und Betrieben gesammelt.
„Wir wissen, dass wir damit keine Entscheidung herbeiführen können“, erklärte Jörg Weltzer bei dem Treffen mit Unger und Kimpel. „Es ist aber eine Möglichkeit, eine Willensbildung zu verdeutlichen.“ Weltzer betonte, die Mitglieder des Vereins wollten sich aktiv am Erhalt der Weberei beteiligen. Dazu überreichte er ein Konzept, wie die Weberei finanziell und organisatorisch weitergeführt werden könnte. Dabei sei es dem Verein wichtig, den soziokulturellen Charakter der Weberei zu erhalten. „Wir wollen keine gesichtslose Kneipe oder eine Großdisko.“
Maria Unger bedankte sich für den Einsatz des Vereins. „Politik und Verwaltung sind einhellig der Meinung, dass die Weberei als soziokulturelles Zentrum erhalten bleiben soll“, sagte sie. Lösungsansätzen stehe sie unvoreingenommen gegenüber. Vorraussetzung für den Erhalt der Einrichtung sei, dass ein neuer Träger den finanziellen und organisatorischen Hintergrund für diese Aufgabe mitbringe. Die Qualität eines Konzepts sei für die Meinungsbildung der Verwaltung wichtig. Andreas Kimpel ermunterte die Mitglieder des Vereins, mit der Stadt ins Gespräch zu kommen, um gemeinsam nach Lösungen zu suchen.