GL: Umwelt - Große Einmütigkeit in Sachen Klimaschutz (13.03.07)

Gütersloh (din). In großer Einmütigkeit haben sich gestern die Fraktionen im Umweltausschuss in Sachen Klimaschutz geübt. Einhellig wurde die Verwaltung beauftragt, in Kooperation mit den Stadtwerken oder mit Dritten zu prüfen, ob ein eigenes Biogaskraftwerk zu einem umweltfreundlicheren Energiemix in der Kreisstadt beitragen kann. Es sei eine Möglichkeit, „wie wir lokal handeln können“, erklärte Dr. Thomas Krümpelmann den SPDAntrag. Klaus-Dieter Hucke (CDU) sagte, ein solches Kraftwerk müssten nicht unbedingt die Stadtwerke realisieren, „das kann auch privatwirtschaftlich gemacht werden“. Umweltdezernentin Christine Lang sagte, die Stadtwerke hätten sich schon mit dem Gedanken befasst. Bei einem Biogaskraftwerk wird durch Gären von Grünabfällen oder auch angebautem Mais Methangas gewonnen, das beim Verbrennen kein Kohlendioxid freisetzt. Die SPD regte zudem an zu prüfen, ob Biogas nicht in das Erdgasnetz eingespeist werden könne.
Einhellig folgte der Ausschuss auch einem weiteren SPD-Antrag, mit dem die Verwaltung aufgefordert wird, das seit 1996 bestehende Klimaschutzprogramm zu überprüfen und auf den neuesten Stand zu bringen. Die Fraktionen begrüssten die Absicht der Verwaltung, anstelle der ursprünglich von der schwarz-grünen Plattform geforderten Stabsstelle einen ressortübergreifenden Koordinierungskreis Klimaschutz einzurichten. Einstimmig durch ging auch der Plattform-Antrag durch, die Anlage von Alleen in Gütersloh zu fördern.