GL: Initiative „Pro Hallenbad“ - Freitag bleibt als weiterer Öffnungstag in der Diskussion (08.05.07)

Gütersloh (din). Die Initiative „Pro Hallenbad“ hat gestern noch einmal nachgelegt. Zu den 1082 Unterschriften, die sie mit dem Bürgerantrag zu den Hallenbadöffnungszeiten eingereicht hatte, übergab Annette Gerke- Bischoff vor der Sitzung des Hauptausschusses noch einmal 821 Unterschriften an Bürgermeisterin Maria Unger. 262 hatte sie mit der zweiten Sprecherin Astrid Dinter vor einer Woche in der Sprechstunde der Bürgermeisterin abgegeben. Damit liegen nun insgesamt 2165 Unterschriften vor.
Wie berichtet, will die Initiative das Hallenbad auch künftig an den Werktagen für die Öffentlichkeit erhalten. Die Stadtwerke planen hingegen, nach dem Umbau der „Welle“ den allgemeinen Publikumsverkehr am Stadtring zu konzentrieren und im Hallenbad von Montag bis Freitag nur noch Schul- und Vereinsschwimmen zuzulassen. Außerdem fordert die Initiative, der Freibadteil der „Welle“ solle auch künftig separat nutzbar sein.

Der Hauptausschuss hat den Antrag weiterverwiesen an den Finanz- und Beteiligungsausschuss. Aber schon gestern zeichnete sich eine mögliche Lösung ab. Bürgermeisterin Maria Unger erklärte, Bäderchef Udo Mauritz prüfe in Absprache mit Schulen und Vereinen, ob der Freitag der Öffentlichkeit weiter zur Verfügung gestellt werden könne. Sie betonte allerdings auch, das neue Bäderkonzept fuße auf einer Wirtschaftlichkeitsrechnung. Der Finanz- und Beteiligungsausschuss tagt am Dienstag nächster Woche. Ab 18 Uhr ist die Sitzung im Ratssaal öffentlich.

SPD-Fraktionschefin Ingrid Tiedtke-Strandt sagte, mann müsse am Dienstag noch einmal diskutieren, ob bei den Auswirkungen des Bäderkonzepts genau hingeguckt worden sei. Familien sei es kaum zuzumuten, in der „Welle“ den vollen Eintrittspreis zu zahlen. Auch CDU-Fraktionschef Ralph Brinkhaus sagte, Familienschwimmen müsse weiter finanzierbar sein, die Angst davor sei offenbar nicht ausgeräumt. Maria Unger wies darauf hin, dass die letzte Entscheidung über die Öffnungszeiten beim Aufsichtsrat der Stadtwerke liege.