NW: Lütkemeyer widerspricht - Breite der Bürgerbank nicht richtig dargestellt (02.06.07)

Gütersloh (ram). Die Auseinandersetzung um die Bürgerbank auf dem alten Kirchplatz geht weiter. Jetzt meldet sich Landschaftsgärtner Roland Lütkemeyer zu Wort, der die rund 15 Meter lange Band im Auftrag der Stadt-Stiftung aufstellen soll.
Lütkemeyer wirft Friedrich-Wilhelm Schröder, der den Kompromissvorschlag, die Bank am Rande des Platzes aufzustellen, formuliert hat, und der IG Historischer Stadtkern vor, die wirkliche Breite der Bank nicht berücksichtigt zu haben. Lütkemeyer: „Wer von der Bankbreite spricht, muss auch den Kiesstreifen hinzunehmen, in dem die Bank laut Auftrag stehen soll.“ Dann habe die Bank eine Breite von 56 Zentimetern, betont Lütkemeyer. „Und damit ragt sie in den Gehweg hinein, wenn sie am Grünstreifen aufgestellt werden soll.“

Wie berichtet, hatte die Stadt in einer ersten Stellungnahme eben dies bemängelt und eine Aufstellung an dieser Stelle verneint. Beim Ortstermin am vergangenen Mittwoch relativierte Thomas Habig, Leiter des Ordnungsamtes, diese Sichtweise und signalisierte dass eine Aufstellung dort möglich sei, da ihm neue Varianten vorgestellt worden seien, die eben nicht in den Gehweg ragen.

Eben dies bezweifelt Lütkemeyer, der auch zu bedenken gibt, dass der Platz zur Berliner Straße hin um 27 Zentimeter abfällt, so dass das Gefälle beim Aufstellen der Bank an dieser Stelle ausgeglichen werden müsse. „Das hat zu Folge, dass die obere Kante des Sockels tiefer ins Erdreich eingelassen werden muss, was wiederum die Wurzeln der Bäume belastet.“

Auch der Baumschutz war Thema beim Ortstermin am Mittwoch. Während Schröder und IG es für möglich halten, die Bank durch Punkt-Fundamente Baum schonend aufzustellen, bezweifelt dies Lütkemeyer, der davon ausgeht, dass er noch vor den Sommerferien, wie von der Stadt-Stiftung beauftragt, die Bank am Kopfende des Platzes aufstellen wird.