WB: »Es wurde kein Geld veruntreut« - Streit um Wapelbad-Spende: Treffen zwischen Markstedt und Roschinski (27.06.07)

Von Sebastian Hellweg - Gütersloh (WB). Im Streit um die 20 000 Euro-Spende für das Wapelbad haben sich die Fronten erneut verschärft. Wie »GT-Info« in seiner Juli-Ausgabe berichtet, ist eine Aussprache zwischen Matthias Markstedt und Weberei-Betriebsleiterin Dörte Roschinski gescheitert.

Dem Magazin war es in der vergangenen Woche gelungen, die beiden Parteien an einen Tisch zu bekommen. In dem etwa zweistündigen Gespräch konnte der Streit um die Wapelbad-Spende allerdings nicht aus der Welt geschafft werden. Im Gegenteil: Energetik-Chef Matthias Markstedt kündigte erneut an, Strafanzeige stellen zu wollen, um endgültig Gewissheit zu bekommen, was mit den 20 000 Euro passiert ist. »Die Anzeige wegen Untreue ist mittlerweile geschrieben und muss nur noch in den Briefkasten der Staatsanwaltschaft geworfen werden. Anders kriegen wir das nicht geklärt«, wird Markstedt zitiert.

In dem offenbar hitzigen Schlagabtausch hat der Geschäftsführer der Firma Energetik Roschinski Vertrauensbruch vorgeworfen. Er fühle sich von ihr hinters Licht geführt, da sie als ehemalige Weberei-Geschäftsführerin die Kontovollmacht besessen habe und somit für die Verwaltung seines Geldes verantwortlich gewesen sei.

Weberei-Betriebsleiterin Dörte Roschinski, die in Begleitung von Dieter Brinker, dem Geschäftsführer des neuen Weberei-Trägers »Pari-Sozial«, an dem Treffen teilnahm, räumte zwar eigene Fehler ein, widersprach aber vehement der Vermutung, sie habe die Spende von Matthias Markstedt für eigene Zwecke missbraucht. »Dass ich davon private Weihnachtseinkäufe erledigt haben soll, wie Herr Markstedt ja unter vorgehaltener Hand wild spekuliert, ist völlig daneben. Es wurde kein Geld veruntreut«, sagte die 40-Jährige in dem Gespräch.

Das erste Aufeinandertreffen war nach langen Vermittlungsversuchen zustande gekommen. Die Kontrahenten sollen sich anfangs keines einzigen Blickes gewürdigt haben.