Zum Serviceverbesserung durch Aufzüge am Gütersloher Bahnhof teilt die Pressestelle der Stadt mit:
Gütersloh (gpr). Die Stadt Gütersloh will einen entscheidenden Beitrag dazu leisten, kurzfristig und dauerhaft einen barrierefreien Zugang zu den Bahnsteigen auf dem Hauptbahnhof Gütersloh zu sichern. Auf Initiative von Bürgermeisterin Maria Unger und nach intensiven Gesprächen zwischen Stadt, Bahn und Verkehrsverbund Ostwestfalen-Lippe hat sich das Eisenbahnbundesamt bereit erklärt, bei Vorlage einer entsprechenden Planung den Bau von Aufzügen zu den Bahnsteigen hin aus Bundesmitteln anteilig zu fördern. Die Stadt und der Verkehrsverbund OWL wollen im Gegenzug die Planungskosten zu je 50 Prozent übernehmen und sich an den Baukosten von insgesamt 830.000 Euro anteilig beteiligen.
Sie habe den Zugang für behinderte Menschen über die Lastenaufzüge im Gütersloher Bahnhof immer als schlechte Lösung empfunden, kann Bürgermeisterin Maria Unger frühere Proteste einiger Behindertenorganisationen nachempfinden. Als vom Eisenbahnbundesamt zudem die Order kam, dass spätestens zum Jahresende eine Personenbeförderung auf diesem Weg nicht mehr zulässig sei, hat die Bürgermeisterin sofort die Initiative ergriffen und mit der Deutschen Bahn auch den Vekehrsverbund OWL an einen Tisch geholt, um eine dauerhafte Lösung für einen barrierefreien Zugang durch Personenaufzüge im Gütersloher Bahnhof zu finden. Dabei verwies die Bahn darauf, dass Bahnhofssanierungen in Zukunft nicht mehr ohne einen Eigenanteil der jeweiligen Kommune an den Baukosten durchgeführt würden. Sie werden von der Bahn mit 830 000 Euro veranschlagt. Bei einer avisierten Maximal-Förderung durch das Eisenbahnbundesamt von 90 Prozent und einer „fitfty-fifty-Teilung“ der restlichen zehn Prozent mit dem Verkehrsverbund OWL würde der städtische Anteil bei rund 45 000 Euro liegen, hinzu kommt der städtische Anteil von 33 000 Euro für die Planungskosten, deren Gesamthöhe mit 66 000 Euro kalkuliert ist.
Dafür bekommt der Gütersloher Bahnhof zwei Personenaufzüge zu den Bahnsteigen, die direkt vom Personentunnel aus zugänglich sind, und als weitere Verbesserung der „barrierefreien“ Nutzung die Anpassung der Bahnsteige, Sanierung der Bahnsteigkanten, taktile Blindenstreifen, eine Anpassung der Tunnelbeleuchtung und sich automatisch öffnende Türen im Eingangsbereich.
„Ich freue mich, dass wir mit dem Verkehrsverbund OWL an unserer Seite eine Lösung erarbeiten konnten, die hoffentlich kurzfristig einem unbefriedigenden Zustand ein Ende bereitet und Menschen mit körperlichen Behinderungen einen so weit wie möglich selbständigen Zugang zum öffentlichen Verkehrsmittel Bahn sichert,“ sieht Bürgermeisterin Maria Unger den städtischen Anteil gut angelegt. „Das ist ein Bürgerrecht, und dafür tragen wir auch als Stadt die Verantwortung.“
Das Thema steht auf der Tagesordnung des Planungsausschusses am Donnerstag, der zunächst über die Ausgaben für die Planung eine Entscheidung fällen muss.