WB: A 2-Anschluss: Varianten vorgestellt - FDP äußert Zweifel (10.08.07)

Gütersloh/Verl (mdel). Das Verkehrsplanungsbüro Baier (Aachen) befürwortet den Bau eines neuen Autobahnanschlusses an der Paderborner Straße in Verl. Mit diesem könnte das 100 Hektar große interkommunale Gewerbegebiet Verl/Gütersloh erschlossen werden, das insbesondere von der CDU-Fraktion forciert wird.
Für das Büro Baier stellte Andreas Warnecke dem Planungsausschuss gestern Abend eine Verkehrsuntersuchung vor, in der vier Varianten betrachtet wurden. Zu den Varianten zählt der Bau eines Autobahnanschlusses an der Bleichestraße (K 42) mit entsprechender Erschließungsstraße zum Gewerbegebiet, der Bau einer Parallelstraße vom A 2-Anschluss Gütersloh bis zur Paderborner Straße sowie die Erweiterung des Gewerbegebietes Eiserstraße in Verl bis auf Rietberger Stadtgebiet. Für einen Autobahnanschluss an der Paderborner Straße spricht laut Gutachten, dass im erweiterten Straßennetz mehr Flexibilität erreicht wird und geringere Kosten für Erschließungsstraßen anfallen.

Das weitere Vorgehen soll jetzt mit der Gemeinde Verl abge-stimmt werden. Die CDU sprach sich dafür aus, auch die Stadt Rietberg in die Gespräche mit einzubeziehen. Außerdem soll bereits in diesem Jahr Geld für eine Umweltverträglichkeitsstudie bereitgestellt werden. Starke Zweifel an der Realisierbarkeit eines neuen Autobahnanschlusses äußerte Dr. Wolfgang Büscher (FDP): »Wer ein solches Projekt realisieren will, muss sehen, dass er in die Förderliste des Bundes aufgenommen wird. Ein Autobahnanschluss Friedrichsdorf/Verl ist noch nicht einmal im Ansatz in einer Förderliste vermerkt.« Vor 2014 sei daran nicht zu denken. Gütersloh jedoch benötige kurz- und mittelfristig Gewerbeflächen. Noch keine Angaben konnte Stadtbaurat Josef E. Löhr zu den Kosten für Autobahnanschluss und Erschließungsstraßen machen