Gütersloh (mag). Sicherlich, nach knapp drei Wochen schon eine erste Bilanz zu ziehen, wäre verfrüht. Doch Jens Alberti fühlt sich wohl im Städtischen Klinikum Gütersloh: „Ich habe ein positives Bild von meinem neuen Arbeitsplatz und bin ausgezeichnet aufgenommen worden.“
Am 1. August hat der 42-Jährige dort seinen Dienst als Pflegedirektor angetreten. Wenn der Aufsichtsrat den Beschluss fasst, wird er diese Funktion ab der nächsten Woche auch in den beiden Krankenhäusern der Klinik Ravensberg GmbH ausüben. Reiner Jacobi hatte als Albertis Vorgänger an allen vier Standorten in Gütersloh, Rheda, Halle und Versmold den Pflegedienst geleitet; und zudem den des Städtischen Altenheims. Darum kümmert sich Andrea Eickhoff, die stellvertretende Pflegeleiterin des Städtischen Klinikums.
Als Mitglied der Betriebsleitung will Alberti zusammen mit GeschaÅNftsführer Ingo Engelmeyer und dem Ärztlichen Direktor Dr. Rüdiger Klän dafür sorgen, dass sich das Städtische Klinikum gut am Markt und in der Region positioniert. Die Pflege begreift er dabei als „Schnittstelle, die wesentlich an den im Krankenhaus stattfindenden Prozessen beteiligt ist“.
Jens Alberti kommt aus Langenberg. Seine Ausbildung zum Krankenpfleger machte er in Lippstadt. Nach seiner Weiterbildung zum Pflegedienstleiter in den 90er-Jahren nahm er 2001 ein Betriebswirtschaftsstudium an der Verwaltungs- und Wirtschaftsakademie Wiesbaden auf, das er 2004 erfolgreich abschloss. Erfahrung bringt er reichlich mit. In der Pflegedirektion ist er seit zwölf Jahren in insgesamt drei Krankenhäusern tätig gewesen, die letzten viereinhalb Jahre in einer Darmstädter Klinik, die - wie in Zukunft auch das Gütersloher Haus - als gemeinnützige GmbH geführt wird.
Außer dieser Umwandlung sieht er die jüngsten Entwicklungen wie das neue Bettenhaus Süd oder die Fusionsbestrebungen als „ausgezeichnete strategische Entscheidungen“. Weiter steht die Zertifizierung nach bestimmten festgelegten Qualitätsmerkmalen als wichtiges Ziel im nächsten Jahr an.
Als eigene Stärke bezeichnet Alberti seine Fähigkeit, auf Menschen zuzugehen und ihre Interessen zu berücksichtigen. „Ich suche die Nähe zu den Mitarbeitern und bin regelmäßig auf den Stationen“, so Alberti. Auch im Privatleben ändert sich für ihn etwas mit dem Berufswechsel. Mit seiner Familie hat er bereits ein Haus im Kreis Gütersloh bezogen und ist nun „zurück in der Heimat“.