Gütersloh (rebo). „Wohnen und Leben im Alter“– dieses Thema will die SPD-Fraktion in Gütersloh in den Blickpunkt der Bürger rücken. „Dabei geht es uns unter anderem darum, für das städtische Altenheim an der Kaiserstraße ein neues Konzept zu entwickeln“, sagte Fraktionsvorsitzende Ingrid Tiedtke-Strandt in einem Pressegespräch. Dass das Haus renoviert werden müsse, sei keine Frage. Die Kommune solle die Einrichtung aber möglichst nicht aufgeben. „Wir wollen die Versorgung alter Menschen nicht den privaten Anbietern von Pflegeplätzen überlassen“, betonte Ingrid Tiedtke-Strand.
Das Haus an der Kaiserstraße zeichne sich durch eine gute Lage mitten in der Stadt aus. Außerdem biete es eine hohe Qualität in der Pflege zu einem relativ niedrigen Preis. Dabei gehe es der SPD jedoch nicht nur um die Kosten. „Die Frage ist, welche Wohnformen brauchen wir für ältere Menschen, die mehr oder wengier Unterstützung benötigen“, erläuterte die Fraktionsvorsitzende. An der Kaiserstraße könne sie sich eine Kombination aus altengerechten Wohnungen, Wohngruppen und Pflegeplätzen vorstellen.
Um die Frage, wie ältere Menschen sich ihr Wohnumfeld wünschen, geht es deshalb bei einer Podiumsdiskussion am Dienstag, 18. September, im „Gütersloher Brauhaus“. Auf dem Podium sitzen Theresia Brechmann vom Bielefelder Verein Alt und Jung, Birgit Ottensmeier von der Bertelsmann Stiftung, Michael Buschsieweke, Leiter des Altenpflegeseminars im Kolping-Bildungszentrum, Peter Christian König vom Evangelischen Johanneswerk und Wilhelm Krümpelmann, Vorsitzender des Seniorenbeirats der Stadt Gütersloh. Die Moderation übernimmt Hans Feuß.
Als Träger für ein altengerechtes Wohnangebot an der Kaiserstraße kann sich die SPD eine gemeinnützige Einrichtung vorstellen. Die Stadt solle jedoch ein Mitspracherecht behalten.