Gütersloh (rebo). Im Zusammenhang mit der Anzeige wegen Untreue, die Unternehmer Matthias Markstedt gegen die frühere Geschäftsführerin und heutige Betriebsleiterin der Weberei, Dörte Roschinski, erstattet hat, hat diese jetzt einen Anwalt eingeschaltet. Der Vorgang liegt inzwischen der Staatsanwaltschaft in Bielefeld vor. Ein Sprecher der Staatsanwaltschaft erklärte, der Anwalt von Dörte Roschinski erhalte jetzt zunächst Akteneinsicht, dann habe er unter Einhaltung einer bestimmten Frist die Möglichkeit, sich zu den Vorwürfen zu äußern. Erst dann könne entschieden werden, wie weiter vorzugehen sei.
Matthias Markstedt hatte der Weberei im vergangenen Jahr eine Spende über 20 000 Euro übergeben, die für den Bau eines Pavillons im Wapelbad vorgesehen war. Nachdem die Weberei im Januar Insolvenz angemeldet hatte, warf Markstedt der Geschäftsführerin vor, nur ein Teil seiner Spende sei in den Pavillonbau geflossen, mit dem Rest seien andere Rechnungen bezahlt worden. Sowohl Dörte Roschinski als auch Dieter Brinker, GeschaÅNftsführer der Pari-Sozial, die neuer Träger der Weberei ist, betonten, die Vorwürfe seien haltlos. Das Geld sei nicht zweckentfremdet worden. 11 000 Euro seien für die Errichtung des Gebäudes verwendet worden, der Rest sei in die Insolvenzmasse übergegangen. Im Juli hatte Markstedt daraufhin Anzeige erstattet.