NW: Grünen denken auch an ein Gymnasium in Avenwedde - Informationsveranstaltung soll für mehr Klarheit in der Schuldebatte sorgen (13.11.07)

Gütersloh (raho). Bei den Gütersloher Grünen wachsen die Bedenken gegenüber einem dritten Gymnasium, zumal einem ohne besonderes Profil. „Möglicherweise ist die Einrichtung einer dritten Gesamtschule sinnvoller“, sagte Hans-Peter Rosenthal gestern der NW.
Der Fraktionsvorsitzende äußerte die Befürchtung, ein drittes Gymnasium könne die Oberstufen der beiden vorhandenen Gesamtschulen sozusagen ausbluten. Sie wären dann vor allen nur noch Nachfolgeschule der Hauptschule. Das gelte es zu vermeiden. Aber wie?

Die Grünen können sich verschiedene Möglichkeiten vorstellen. Zum Beispiel auch ein weiteres Gymnasium, allerdings mit stark berufsorientierter Ausrichtung in mehr zentraler Lage. Oder auch ein kleines Gymnasium mit den zurzeit fehlenden drei Zügen außerhalb der Kernstadt; Avenwedde sei ein reizvoller Standort für Schüler vor allem aus den nördlichen Ortsteilen.

Seit einigen Monaten diskutieren Verwaltung und Politik, wie die Stadt auf den stark gestiegenen Zulauf zu den Gymnasien, aber auch den beiden Gesamtschulen (die immer mehr auswärtige Schüler aufnehmen und ebenfalls an ihre Kapazitätsgrenzen gestoßen sind) reagieren soll.

Die FDP hat sich von Anfang an für ein drittes Gymnasium stark gemacht und zunächst auch einen Neubau in Betracht gezogen. Dafür scheint es aber weder Mittel noch eine Mehrheit zu geben. Der Kurs der SPD ist noch unklar.

Zumindest die Grünen wollen sich ihre Entscheidung erleichtern: mit einer öffentlichen Informationsveranstaltung zu dem Themenkomplex. Der Termin solle noch in diesem Jahr sein, hieß es.