WB: Kita-Beiträge bleiben stabil - Anstieg erst 2009 (13.11.07)

Kreis Gütersloh (rec). Trotz Kinderbildungsgesetz (Kibiz) und trotz fehlendem Defizitausgleich bleiben die Elternbeiträge für Kindergärten im kommenden Jahr stabil. Über diesen Vorschlag stimmt der Kreisausschuss am Montag, 19. November, ab.
Wer bis zu 37 000 Euro im Jahr verdient und sein Kind für 35 Wochenstunden (ohne Mittag) in den Kindergarten schickt, zahlt demnach 50 Euro pro Monat. 45 Wochenstunden (über Mittag) würden in dieser Einkommensklasse 71 Euro kosten; bei Kindern unter drei Jahren wäre ein Beitrag von 142 Euro fällig.

Damit zahlen Eltern in zwölf Kommunen nur geringfügig mehr als im Jahr 2000. Die Stadt Gütersloh legt einen eigenen Gebührensatz fest. Hier sollen die Beiträge ebenfalls stabil bleiben. Darüber hinaus wird hier eine Beitragsstaffel eingeführt, die sich wie bei der Einkommenssteuer am tatsächlichen Einkommen orientiert. Wer in Gütersloh 37 001 Euro verdient, rutscht damit nicht automatisch in die nächst höhere Beitragsstaffel (statt 50 dann 82 Euro pro Monat). So weit geht der Kreis nicht. Dennoch geht die Beitragsstabilität schon jetzt auf seine Kosten. Bis zum Jahre 2005 zahlte das Land noch einen Defizitausgleich, kam also für einen Teil jener Kosten auf, die nicht durch Elternbeiträge abgedeckt waren. Diese Summe - stolze 600 000 Euro pro Jahr - hat der Kreis komplett übernommen. Auf einen Beitragsanstieg von 1,5 Prozent müssen sich Eltern zum 1. August 2009 einrichten.