NW: „Andere schließen die Bäder ganz“ - DLRG springt für Stadtwerke in die Bresche (14.11.07)

Gütersloh (raho). In der Debatte um die Neuverteilung der Schwimmzeiten nach dem „Welle“-Umbau hat sich nun auch die DLRG-Ortsgruppe Gütersloh zu Wort gemeldet. Vorsitzender Hans-Dieter Hucke teilte die von den Bürgerinitiativen „Pro Hallenbad“ und „Pro Schwimmunterricht“ geäußerte Kritik an den Stadtwerken („Wellen schlagen wieder hoch“, NW von gestern) nicht.
Zwar unterstütze die DLRG die Forderung nach möglichst vielen Bäderzeiten für den Schwimmunterricht, da diese Ausbildung der einzige wirkliche Schutz vor dem Ertrinken sei und die Zahl der Kinder, die nicht schwimmen können, deutlich zugenommen habe. „Doch sollte nicht vergessen werden, dass in anderen Gemeinden Bäder gnadenlos dem Rotstift zum Opfer fielen und geschlossen wurden, während die Bäderverwaltung in Gütersloh sich bemüht, das Bad für eine breite Öffentlichkeit zu erhalten und dennoch wirtschaftlicher zu machen“, erklärte Hucke gestern.

Der DLRG-Vorsitzende und CDU-Ratsherr widersprach der Darstellung der Bürgergemeinschaft „Pro Schwimmsport“, auch die Trainingszeiten des DLRG seien gekürzt worden. „Mitnichten“, betonte Hucke, der sein Erstaunen darüber ausdrückte, „dass ,Fremde‘ für uns sprechen und durch unrichtige Zahlen einen falschen Eindruck in der Öffentlichkeit erwecken“. Auch die anderen Vereine hätten seines Wissens künftig die gleichen Trainingszeiten wie bisher.

„Wenn Vereine im Hallenbad eine Bahn weniger haben und die Schulen bei gleichen Zeiten etwas enger zusammenrücken müssen, ist das eine vertretbare Forderung“, erklärte Hucke, der trotz dieser Einschränkungen auch Positives sah: Die Gütersloher sollten sich über Schwimmmöglichkeiten freuen, die in anderen Kommunen schon lange nicht mehr vorhanden seien.