GL: Änderungen befürwortet - Politik will sich nicht in die Bäderplanung einmischen (14.11.07)

Gütersloh (din). Das Konzept der Stadtwerke für die Gütersloher Bäder hat gestern in modifizierter Form den Finanz- und Beteiligungsausschuss passiert. Die Kommunalpolitiker legten den städtischen Vertretern im Aufsichtsrat nahe, einigen Änderungen zuzustimmen. Dazu gehört die Öffnung des Hallenbads für die Öffentlichkeit von Freitag bis Sonntag. Außerdem soll der Freibadteil der Welle zu einem geringeren Eintrittspreis separat genutzt werden können. Beim Schul- und Vereinsschwimmen setzen die Ausschussmitglieder jedoch darauf, dass noch weitere Gespräche zwischen den Stadtwerken und den Schulen stattfinden, um einen für alle tragbaren Kompromiss zu finden.
Der gestrige Beschluss ist die Antwort auf die Eingabe der Initiative „Pro Hallenbad“ vom 20. April dieses Jahres. Die hatte sich dafür eingesetzt, das Hallenbad auch künftig an allen Tagen für die Öffentlichkeit freizugeben.

Wie berichtet, wollen die Stadtwerke dort aber das Schul- und Vereinsschwimmen bündeln. Kurzfristig erhielten die Ausschussmitglieder gestern auch ein Schreiben der Initiative „Pro Schwimmsport“, die eine Einschränkung des Schul- und Vereinsschwimmens beklagt (die „Glocke“ berichtete). Die Eingabe sei am Vortag im Rathaus eingegangen, sagte die Erste Beigeordnete Christine Lang. Sie warnte den Ausschuss davor, „sich in Einzelheiten zu verzetteln“. Zu entscheiden, „wer wann wo schwimmt“, könne nicht Sache des Ausschusses sein, das müssten die Stadtwerke regeln.

Endgültig wird über die Änderungen des Bäderkonzepts in der Aufsichtsratssitzung am 27. November entschieden. Unter der Prämisse, dass noch weitere Gespräche stattfinden, zog die CDU einen Vertagungswunsch zurück. Die DLRG hat sich zwischenzeitlich von der Darstellung der Initiative distanziert, nach der auch ihre Schwimmzeiten beschnitten würden.