Presseverlautbarung der Gütersloher Grünen: Stadt Gütersloh wird übergangen Vereinbarungen werden faktisch unterlaufen (11.09.08)

Unter obiger Überschrift hat Bündnis 90/Die GRÜNEN, Plattformpartner der CDU, eine Stellungnahme zur aktuell diskutierten Stadtwerke-Fusion der Gütersloher Lokalpresse zukommen lassen. Nachfolgend finden Sie den Originaltext der Mitteilung:
Die Geschäftsführungen der Stadtwerke Bielefeld und Gütersloh bauen nach Ansicht der Gütersloher GRÜNEN einen nicht hinnehmbaren Druck auf die Stadt auf, damit deren Vertreter der Überführung der Gütersloh Stadtwerke in die kommunale Betriebsgesellschaft (KBG) zustimmen. Die Betriebsversammlung vom 9. September der Bielefelder und Gütersloher Stadtwerke reiht sich ein in die Versuche, Fakten zu schaffen und so das vereinbarte Offenhalten der Modelle zu unterlaufen.

Wenn sich die Gütersloher Geschäftsführung hieran aktiv beteiligen sollte, entspricht dieses nicht der Wahrnehmung Gütersloher Interessen.

Zwar ist die Ankündigung, dass bis 2020 keine Kündigungen erfolgen sollen, trotz allem zu begrüßen. Allerdings wäre es nicht das erste Mal, dass sich Versprechen, die bei einer Fusion bzw. fusionsähnlichen Kooperation gemacht wurden, später als nicht haltbar herausgestellt haben. "Und Arbeitsplätze, die durch Fluktuation wegfallen, stehen der jungen Generation auch nicht mehr zur Verfügung!", warnt Wibke Brems, die Bürgermeisterkandidatin der GRÜNEN. Brems weiter: "Zuviel steht langfristig auf dem Spiel! Deshalb setzen sich die GRÜNEN weiterhin dafür ein, die wirtschaftlichen, ökologischen und stromerzeugenden Potentiale der Stadtwerke Gütersloh in der sog. stand-alone-Lösung auszuloten, auch wenn dieses über 2009 hinaus dauern sollte."
Das Aufsichtsratmitglied Hans-Peter Rosenthal ist sich sicher: "Unsere Stadtwerke sind erwiesenermaßen gut aufgestellt. Dass wir die Zukunftsaufgaben ohne betriebliche Integration mit Bielefeld nicht mit Erfolg meistern würden, könnte sich als interessengeleitete Behauptung entlarven."

Die GRÜNEN fordern den Gesellschafter Stadt Gütersloh auf, die Geschäftsführung in Gütersloh anzuweisen, den Prozess der Überführung der Stadtwerke in die KBG sofort zu stoppen.